Ob es wohl schwimmt?

Dies war für die Schülerinnen und Schüler der Differenzierungskurse MINT in den Jahrgängen 9 und 10 die große Frage. Sie alle haben in den letzten Wochen am Technik Wettbewerb des Bildungsbüros des Kreises Minden-Lübbecke teilgenommen und dabei Amphibienfahrzeuge entwickelt und gebaut.

Nachdem in den vergangenen Jahren schon ferngesteuerte Löschfahrzeuge für die Feuerwehr zu konstruieren waren, bestand in diesem Jahr die Challenge darin, ein Fahrzeug zu bauen, das sowohl fahren als auch schwimmen kann und das drei Playmobil-Figuren mit ihrer Ladung (ein Snickers) über das Nichtschwimmerbecken des Gehlenbecker Schwimmbads transportieren kann.

Die Jugendlichen erhielten bei der Kick-Off-Veranstaltung im Februar, die in diesem Jahr beim Pionierbrückenbataillon 130 auf ihrem Gelände an der Weser stattfand, eine Grundausstattung von Materialien, aus den sich ein Fahrzeug bauen lässt. Darüber hinaus sollten weitere Teile aus Upcycling-Materialien verwendet werden oder durch 3D-Druck selbst hergestellt werden.

Bei der Abschlussveranstaltung am vergangenen Donnerstag war daher die Spannung groß: werden die Fahrzeuge wirklich quer durch das Nichtschwimmerbecken schwimmen? Dass dabei der sprichwörtliche Teufel im Detail steckt. Das eigentliche Problem war nämlich nicht das Schwimmen – viele Fahrzeuge überquerten das Becken problemlos.

Die entscheidende Herausforderung bestand darin, anschließend auch wieder aus dem Wasser auf den Beckenrand zu gelangen. Gerade hier entschieden oft nur wenige Sekunden über Sieg oder Niederlage. Bewertet wurde allerdings nicht nur die Geschwindigkeit, sondern auch die im Fahrzeug steckende Technik. Wie gut ist das Fahrzeug konstruiert, wie "aufgeräumt" sieht das Innenleben aus und wie durchdacht und nachvollziehbar wurden die technischen Lösungen umgesetzt. In dieser Kategorie waren die jungen Konstrukteurinnen und Konstrukteure gefordert, der Jury den eigenen Entwurf zu erklären. Außerdem wurde in einer dritten Kategorie die Umsetzung der Upcycling-Anforderung bewertet.

Dass sich die intensive Arbeit der vergangenen Monate gelohnt hatte, zeigte sich schließlich bei der Siegerehrung. Gleich drei Teams des Ratsgymnasiums konnten die Jury überzeugen und einen Platz auf dem Siegerpodest erreichen.

Die Preisträger der ersten Preise dürfen sich auf einen Workshop mit "Codefryx" z.B. zum hema "Game Developping" freuen. Die Preisträger des dritten Preises erhalten einen Bausatz zum Bau einer Brücke für Amphibienfahrzeuge.

Neben den Preisen nahmen alle Teilnehmenden vor allem viele neue Erfahrungen mit nach Hause. Von der ersten Idee über zahlreiche Testfahrten bis hin zur Fehlersuche und Optimierung konnten die Schülerinnen und Schüler erleben, wie eng Technik, Kreativität und Teamarbeit zusammengehören. Der Wettbewerb bot damit eine spannende Gelegenheit, theoretisches Wissen in einem praxisnahen Projekt anzuwenden.

Nach dem erfolgreichen Abschneiden in diesem Jahr steht für viele bereits fest: Auch beim nächsten Technikwettbewerb wird das Ratsgymnasium wieder an den Start gehen.

2026-07-09_10.45.51.jpg
2026-07-09_16.38.25-2.jpg
2026-07-09_12.29.14.jpg