ERFAHRUNGSREICHER POLENAUSTAUSCH
Gegenbesuch der polnischen Gäste
Mehr als nur ein Austausch – eine Woche, die man nicht vergisst
Vom 22. bis zum 27. März 2026 waren unsere polnischen Austauschschüler aus der Nähe von Krakau bei uns in Minden zu Besuch. Am Sonntagmorgen um 6 Uhr sind sie mit dem Bus angekommen und wir haben uns alle „mega“ gefreut, sie endlich wiederzusehen. Nach dem Frühstück haben wir uns später als ganze Gruppe privat im Trampolinpark getroffen. Dort konnten wir quatschen, lachen und uns wieder besser kennenlernen. Am Abend gab es dann eine Willkommensfeier in der Mensa, die schon richtig gute Stimmung gemacht hat.
Am Montag hatten wir in den ersten beiden Stunden Unterricht, bevor Frau Küppers uns willkommen hieß. Danach machten wir für die polnischen Gäste eine Schulführung und für uns alle einen kleinen deutsch-polnischen Sprachkurs. Beides war von Mitgliedern unserer Gruppe vorbereitet worden. Nach dem Mittagessen in der Mensa ging es auf eine Stadtführung durch Minden, bei der wir viele neue Orte entdeckt und am Ende den Kirchturm der St. Martini-Kirche bestiegen haben. Es war richtig spannend, die Stadt einmal aus einer anderen Perspektive zu sehen.
Dienstag ging es nach Münster, für viele der absolute Höhepunkt der Woche bei bestem Wetter. Die Stadtführung war richtig „cool“ und abwechslungsreich. Danach waren wir auf dem Bauernhof Konermann zur „Bauernolympiade“ und haben Spiele gespielt, gelacht und einfach eine richtig gute Zeit zusammen gehabt.
Am Mittwochvormittag machten wir verschiedene gemeinsame Aktivitäten in der Schule: im Movimens spielten wir verschiedene Ballspiele, im Kunstraum waren wir kreativ und stempelten bunte Postkarten und Lesezeichen. In der 5. Stunde gab es noch einmal deutsch-polnische Sprachspiele. Nachdem wir in der Mensa gemeinsam Mittag gegessen hatten, fuhren wir zum Kaiser-Wilhelm-Denkmal, wo es für uns eine kurze geführte Tour gab und wir zwischen den heftigen Regenschauern die Aussicht genießen konnten.
Am nächsten Tag ging es mit dem Zug nach Bremen. Dort haben wir in kleinen Gruppen eine Actionbound-Tour durch die Altstadt gemacht. Es hat richtig Spaß gemacht, die Stadt spielerisch zu erkunden und viel zu lachen. Am Abend war dann schon die Abschlussfeier. Wir haben getanzt, gelacht und das mitgebrachte Essen war richtig lecker. Es fühlte sich fast so an, als würde die Woche nie enden wollen.
Am Freitag, unserem letzten gemeinsamen Tag, sind wir mit dem Zug nach Herford zur Eisbahn gefahren. Vom Schlittschuhlaufen waren alle „mega“ begeistert und auch wenn wir ein paar Mal hingefallen sind, mussten wir nur noch mehr lachen.
Alles in allem war es eine richtig tolle Woche. Wir haben als Gruppe noch enger zusammengefunden, neue Freundschaften geschlossen und hoffen, dass wir den Kontakt zu unseren polnischen Austauschpartnern auch in Zukunft behalten.
2025
Neue Freunde und spannende Erlebnisse in Krakau
Am Samstag, den 04.10.2025 ging es für insgesamt siebzehn Schülerinnen und Schüler der Stufe acht mit dem Zug nach Polen. Uns begleiteten die Lehrkräfte Frau Grünreich und Herr Brandhorst. Als wir abends in Krakau eintrafen, wurden wir jeweils von unseren Austauschpartnern abgeholt und zu ihnen nach Hause gefahren. Dort haben wir jeweils noch etwas gegessen und sind müde ins Bett gefallen. Manche hatten ein eigenes Zimmer, andere schliefen mit ihrem Austauschpartner in einem Zimmer.
Am nächsten Morgen haben wir uns in der Stadt getroffen und eine Stadtrallye gemacht. Die Tochter einer der beteiligten Lehrerinnen der Schule hatte viel Zeit und Mühe in dieses kniffelige „Escape Room-Spiel“ durch die Altstadt gesteckt. Abends gab es selbstgemachte Pizza und zum Kennenlernen haben wir unter anderem ein Bogenschießspiel im Pfadfinderzentrum gespielt und Würstchen und Brot am Lagerfeuer gegrillt.
Montag stand als Erstes eine Stadtführung durch das alte jüdische Viertel Kazimierz an, in dem uns der alte jüdische Friedhof und die heute wieder genutzte Remuh-Synagoge besonders beeindruckten. Bei der sich anschließenden Besichtigung des anschaulich hergerichteten Museums in Schindlers ehemaliger Fabrik lernten wir viel über Krakau während der Zeit des Nationalsozialismus. Während die meisten der über 66.000 in Krakau lebenden Juden im Laufe des Krieges deportiert und grausam ermordet wurden, rettete Oskar Schindler ca. 1.100 Juden das Leben, indem er sie als Arbeiter in seiner Fabrik beschäftigte.
Am Dienstag ging es für uns erst in die reich geschmückte Kathedrale des Wawel Schlosses mit der bedeutenden Sigismund-Glocke und danach in das historische Czartoryski Museum, in dem wir eindrucksvolle gesammelte Kunstwerke bestaunten.
Mittwoch waren wir in der einzigartigen Salzmine in Wieliczka auf über hundert Metern Tiefe mit Salzseen, riesigen Kammern unter Tage, und mehreren ganz aus Salz geschlagenen Kapellen. Danach durften wir in der Schule an der Kletterwand klettern und einen 3D-gedruckten Dummy zusammenbauen.
Im „Museum of Illusions“ war es am Donnerstag lustig, sehr spannend und manchmal auch verwirrend. Nachmittags waren wir in der Schwimmhalle der Schule schwimmen und haben ein paar Spiele in der Sporthalle gespielt. Abends hatten wir auf der Abschiedsparty viel Spaß. Wir haben getanzt, gesungen, gegessen und gefeiert.
Am Freitagmorgen mussten wir uns schon früh von unseren Gastgebern verabschieden und manche hatten sogar ein paar Tränen in den Augen. Auf der Zugfahrt tauschten wir uns noch lange über die große Gastfreundschaft und über das gute Essen in den Familien aus. Auf den Gegenbesuch unserer neuen, polnischen Freunde im März 2026 freuen wir uns alle sehr.
Der Austausch wird vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk (DPJW) finanziell gefördert.
2024
Erlebnisreicher Gegenbesuch der polnischen Austauschgruppe 2024
Am 17.03.2024 kam die polnische Austauschgruppe früh morgens um 6:00 Uhr an. Fast ein Jahr war vergangen, seitdem wir in die Nähe von Krakau gereist und uns bei unserem Besuch in Polen gegenseitig kennen gelernt hatten.
Die polnischen Gäste verbrachten den Sonntag in ihren Gastfamilien, um sich dort einzuleben und um ein wenig Schlaf nachzuholen. Am Abend traf sich die gesamte Gruppe in der Mensa des Ratsgymnasiums. Dort spielten alle Teilnehmenden "Icebreaker- Games" und es gab selbst gemachtes Fingerfood.
Während des Austausches erlebten alle viel Neues. Wir erkundeten Mindens Innenstadt bei einer Rallye und unternahmen Ausflüge nach Münster und Bremen. Wir hatten besonders viel Spaß bei der Bauernolympiade auf einem Bauernhof in der Nähe von Münster. Dort waren wir gemeinsam mit der deutsch-französischen Austauschgruppe und diese Aktivität in gemischten Gruppen hat den Zusammenhalt gestärkt und die lustigen Spiele haben alle begeistert. Auch Sport haben wir miteinander getrieben, z. B. beim Eislaufen in der Herforder Eishalle.
Abends am 22.03.2024 hieß es dann auf Wiedersehen sagen. Im Austausch mit den polnischen Gästen haben wir neue Erfahrungen gesammelt und Freundschaften geschlossen. Wir hoffen, dass wir den Kontakt halten können. Alles in allem kann man sagen, dass es ein sehr spannender und schöner Schüleraustausch war.
Clara Buchholz, Eva Wolf, Mia Schmidt, Stefanie Grünreich
2023
Am Sonntag dem 26.03.2023 ging es für 26 Teilnehmende des 8. Jahrgangs des Ratsgymnasiums schon früh morgens zum Bahnhof und wir kamen erst spät abends nach der gut 16stündigen Fahrt in unserer Unterkunft in Korzkiew in der Nähe von Krakau an. Nachdem wir auf drei kleine Hütten aufgeteilt worden waren, fielen wir schnell ins Bett.
Während des Austausches durften wir alle viel Neues und Spannendes entdecken und erlebten das gesamte Programm mit 15 polnischen Teilnehmenden gemeinsam. Besonders die Schule mit der Kletterwand und dem Schwimmbad der polnischen Austauschpartner begeisterte uns. Unglaublich schön fanden wir auch die Stadt Krakau, durch die wir eine Führung bekommen haben. Die Workshops haben die ganze Gruppe aber am meisten zusammengeschweißt, weil wir dort unsere Interessen miteinander teilen konnten. Beim Pizza backen, zum Beispiel, haben wir unser Lieblingsessen miteinander geteilt und auch ein Besuch bei der freiwilligen Feuerwehr brachte viel Spaß mit sich. Sehr interessant und eindrucksvoll waren für alle der Besuch des Schindler-Museums und das Treffen mit einer polnischen Zeitzeugin, die aus dem Krakauer Ghetto geflohen war und den Holocaust dank ihrer Pflegeeltern überlebt hatte.
Am 01.04.2023 ging es für die deutschen Schülerinnen und Schüler wieder zurück nach Minden und der Abschied war nicht leicht, aber wir versuchen den Kontakt zu halten und zusammenfassend kann man sagen, dass das ein sehr schöner und erlebnisreicher Austausch war.
Wir freuen uns sehr auf den Gegenbesuch der polnischen Gruppe im März 2024.
Annabel Sophie Heger, Therese Meyer, Jonna Malu Schiebel






