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Armut - auch ein Thema am Ratsgymnasium

Schüler des Grundkurses Sozialwissenschaften erfragten Einstellungen

Von Alexander Homann, Lena Breuer und Janka Koschitzke

 

Minden. Laut des Sozialberichtes der Bundesregierung (2008) leben 13.5% der Deutschen unter der Armutsgrenze. Gerade in Zeiten der Weltwirtschaftskrise ist dieses Problem besonders aktuell. Deshalb schlossen sich einige Teilnehmer des Sozialwissenschaftsgrundkurses der Jahrgangsstufe 12 unter Leitung von Herrn Beckebans zusammen, um durch eine Umfrage einen Einblick in die subjektive Wahrnehmung von Armut zu erhalten.

 

Was bedeutet für Sie Armut? Wer keine Chance hat eine akzeptierte Position in der Gesellschaft zu erreichen? Wer sich durch Mangel an Geld häufig unglücklich fühlt?

Dies war eine von fünfunddreißig Fragen, mit der sich die Teilnehmer der Umfrage befassten. Um genauere Ergebnisse zu erlangen, bildete sich eine Arbeitsgruppe, die sich intensiv mit der Befragung beschäftigte und somit eine genauere Zielstellung erarbeiten konnte: Die Auffassung der Bürger zum Thema Armut herauszufinden. So ergaben sich nicht nur nüchternen Fakten sondern auch Empfindungen über Armut.

Der Kurs befragte sowohl online als auch konventionell insgesamt 233 Bürger im Alterab 16 Jahren. Die Ergebnisse wurden via Internet zusammengetragen und wurden dann von Teilnehmern des Kurses ausgewertet und vorgestellt. Wesentliche Ergebnisse können jetzt unten eingesehen werden.

Es lässt sich vermuten, dass Migranten ihre eigene finanzielle Lage eher schlechter als Deutsche einschätzen. Diese Hypothese ist nur eine von vielen, die durch die Umfrage überprüft werden können. Daraus lassen sich interessante Einblicke gewinnen, die in anderen Statistiken durch ihre bloßen Zahlen nicht zu finden sind.

Aus den Ergebnissen der Umfrage lässt sich folgern, dass Armut ein dehnbarer Begriff ist. Auch wenn es wirtschaftliche Kriterien zur Festlegung der Armutsgrenze gibt, so zeigen sich damit noch lange nicht die wirklichen Empfindungen der Betroffenen über ihre eigene Situation. Das heißt, die subjektiven Einstellungen sind nicht in Statistiken zu erfassen und geben keinen Einblick in die Situation, in der sich die Leidtragenden befinden. Armut ist also demnach nicht nur objektiv zu bewerten, sondern auch eine persönliche Empfindung, die uns alle angehen sollte.

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