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Kammerkonzert 2011

Von leisen und lauten Tönen - Gelungenes Kammerkonzert im Ratsgymnasium

Der Auftakt im strahlenden Klang einer Bläserfanfare, das Finale furioso mit Ken Mordau am Klavier: wer sich am Montagabend im Ratsgymnasium zum Kammerkonzert einfand, wurde mit zahlreichen musikalischen Leckerbissen verwöhnt. Traditionell erhalten an diesem Abend besonders die kleinen Besetzungen Gelegenheit, ihr Können unter Beweis zu stellen, so waren Solisten, Duette, Quartette und auch die Streicher des Jugendsinfonieorchesters JSO unter Leitung von Stefanie Grünreich zu hören, die mit Antonio Vivaldis Konzert g-moll für zwei Violoncelli (überzeugend als Solisten: Tabea Küppers, Simon Töpfer) den zweiten Teil des Konzertes eröffneten.

Bemerkenswert, dass zahlreiche Instrumentallehrer das Konzert ihrer Schützlinge besuchten. Die stellvertretende Schulleiterin Cordula Küppers hob in ihrer Begrüßung hervor, dass ohne die engagierte Arbeit dieser hochqualifizierten Kräfte die gezeigten Leistungen nicht möglich wären.

So erlebten die Zuhörer einen Abend voller Höhepunkte, seien es die anspruchsvollen romantischen Klänge des Violinkonzerts von Max Bruch (Solist: Paul Mertin), der von Emma Dzuik einfühlsam interpretierte "Minutenwalzer" von Chopin, ein sicher intoniertes Spiel im Konzert in a-moll (Violine: Katharina Schmidt) oder die von Tobias Plöger in großer Ernsthaftigkeit vorgetragene Bachsche Cello-Suite. Glänzend auch der Vortrag von Lisa Schell und Jaspar Poier, Mitglieder des Ensembles "Cellissimo" (Musikschule Porta, Leitung: Oliver Krüger), frischgekürte Preisträger des Landeswettbewerbs "Jugend musiziert". Auch die jüngsten wie Marie Erpenbeck und Esther Plöger konnten überzeugen. Nicht unerwähnt bleiben sollte die einfühlsame Begleitung der Solisten, wie sie unter anderem Christina Hohage oder Klaas Rose unter Beweis stellten.

Alle Mitwirkenden bewiesen mit ihrem herausragenden Spiel hohe Musikalität, so Maria Wrobel mit einer Chopin-Mazurka, das brillante Blechbläser-Ensemble der Musikschule Minden unter Leitung von Andreas Neuhaus und nicht zuletzt Ken Mordau, der als ehemaliger Klavierschüler von Almut Preuß-Niemeyer und Jungstudent in Detmold dem Flügel der Aula in selten gehörter Virtuosität erstaunliche Klänge entlockte. Ken wird ebenso wie das Bläserensemble und Cellissimo im Juni im Bundeswettbewerb "jugend musiziert" sich in der ersten Liga messen können. Die Zuhörer dankten allen Mitwirkenden mit begeistertem Applaus.