Aus dem Fenster
Schüler dichten am Rats
m Gk11d2 haben wir einmal ausprobiert, wovon viele Schüler nur träumen können: Einfach einmal während des Unterrichts aus dem Fenster zu schauen und dafür nicht gerügt zu werden. Allerdings mussten wir aufschreiben, was wir sahen oder was uns dabei durch den Kopf ging.
Vorbild war das Gedicht „Das Bürofenster“, das Roman Ritter 1978 geschrieben hat und das der Lyrik der so genannten Neuen Subjektivität zugerechnet wird. Ritter selbst war es, der vier Jahre später derlei Texte als „Laberlyrik“ kritisiert hat. Denn jeder konnte schreiben, was ihm so in den Sinn kam, sein eigenes Ego in den Vordergrund stellen und auf die Probleme hinweisen, die es mit sich oder der Gesellschaft hatte. Dabei war der Formenaspekt des Gedichtes eher nebensächlich: ein Zeilenumbruch genügte schon, um aus Prosa Lyrik zu machen.
Lesen Sie selbst, wie wir etwa 30 Jahre später diese literarische Strömung wieder haben aufleben lassen: Ausblicke aus Fenstern des Ratsgymnasiums, Einblicke in die Gedanken einiger der dort arbeitenden jungen Menschen. - Viel Vergnügen!
(Marc Neppert, Tolga Cakir, Michael von Sehlen)
