Verdi Requiem 2010
Langer Applaus für Premiere des Community-Dance-Projektes "Verdi Requiem"
In Minden findet seit 2008 jährlich ein Community-Dance-Projekt statt. Im Rahmen der Projekte erarbeiten professionelle Tänzerinnen und Tänzer mit Schülerinnen und Schülern, in kleineren Gruppen, einfache Choreographien, die schließlich zu einem Gesamtwerk zusammengeführt werden.
„Community Dance Minden“ ist für die Region inzwischen ein fester Begriff geworden, der nach­haltige Arbeit im Bereich Tanz beinhaltet. Das Projekt ist Bestandteil der "KulturSchule", die durch das Kulturbüro der Stadt Minden koordiniert wird. "KulturSchule" will kulturelle Bildung in den Mindener Schulen fördern und möglichst dauerhaft verankern. „Community Dance Minden“ verbindet das Ziel zusätzlich mit der Begegnung im gemeinsamen Handeln.
Hauptakteure sind auch dieses Mal wieder rund 170 Schüler der weiterführenden Schulen - die Hauptschulen Minden-Süd und Todtenhausen, Herder-Gymnasium, Käthe-Kollwitz-Realschule, Kuhlenkampschule, Kurt-Tucholsky-Gesamtschule, Ratsgymnasium, Freiherr-von-Vincke-Realschule, Waldorfschule und Wichernschule. Ihnen gebührt großes Lob, denn sie sind allesamt sehr engagiert und konzentriert bei der Sache und präsentieren sich auf der Bühne sicher, anmutig und selbstbewusst.
Das erste Community Dance Project fand 2008 mit der Aufführung der „Carmina Burana“ von Carl Orff statt. 200 Schülerinnen und Schüler aus Minden tanzten in der Kampa-Halle unter Anleitung des mexikanischen Choreographen und Tanzpädagogen Miguel Angel Zermeño - unterstützt von den Tänzerinnen des Tanzprojektes Ratsgymnasium. Musikalisch gestaltet wurde die Aufführung durch das Junge Philharmonische Orchester Niedersachsen sowie die Chöre und Kinderchöre der St. Marienkirche Minden unter Leitung von Manuel Doormann.
Nach "Carmina Burana" wurde der Community Dance 2009 mit der Aufführung "Schritt für Schritt" fortgesetzt. Wieder waren mehr als 200 Schüler aller weiterführenden Schulen in Minden am Projekt beteiligt. Für "Schritt für Schritt" wurde allerdings nicht eine große gemeinsame Choreografie erarbeitet, sondern in Gruppen viele kleine Tanzszenen in verschiedenen Stilen vom klassischem Ballett bis zu Breakdance.
2010 Verdi Requiem
170 Mindener Schülerinnen und Schüler von elf weiterführenden Schulen haben im Rahmen von Community Dance Verdis "Requiem" einstudiert. Das Requiem, das den Untertitel "Hommage an das Leben" trägt, wurde am Samstag, 11. September, um 19.30 Uhr und am Sonntag, 12. September, um 18 Uhr in der Kampa-Halle aufgeführt. Veranstalter war das Kulturbüro der Stadt Minden. Rund 3.000 Zuschauerinnen und Zuschauer waren begeistert.
Nach der Inszenierung der "Carmina Burana" von Carl Orff 2008 erarbeiteten die jungen Tänze­rinnen und Tänzer eines der größten und populärsten Werke der sinfonischen Chorliteratur: der „Messa da requiem“ von Giuseppe Verdi aus dem Jahr 1874. Dieses erste Requiem, das nicht mehr für den liturgischen Gebrauch, sondern allein für konzertante Aufführungen geschrieben wurde, feierte Triumphe in ganz Europa.
Für die Choreografie konnte erneut Miguel Angel Zermeño gewonnen werden, der auch bei den bisherigen Tanzprojekten die künstlerische Qualität und das unverwech­selbare Profil der Mindener Community-Dance-Aktivitäten sicherte. Die Aufführung des Verdi-Requiems war ein spannendes Großprojekt für alle Beteiligten, so das Kulturbüro. .
In diesem Jahr beteiligten sich die Freie Waldorfschule, die Freiherr-von-Vincke-Realschule, das Herdergymnasium, die Hauptschule Minden-Süd, die Hauptschule Todtenhausen, die Käthe-Kollwitz-Realschule, die Kuhlenkampschule, die Kurt-Tucholsky-Gesamtschule mit beiden Standorten Königswall und Dankersen, das Ratsgymnasium und die Wichernschule an dem Projekt. Mit dabei waren auch die Chöre der St. Marien-Gemeinde und das Junge Philharmonische Orchester Niedersachsen.
Bersonderer Dank gebührt dem Kooperationspartner des Projektes Community Dance. Die Sparkasse Minden-Lübbecke machte es auch in diesem Jahr wieder möglich, dass fast 200 Kinder und Jugendliche ein beeindruckendes Erlebnis machen konnten, das sie sicherlich während ihres gesamten Lebens begleiten wird.
